Agnes Lammert ist Zeichnerin und Bildhauerin. Geboren 1984 in Dresden (DDR) lebt und arbeitet sie heute in Leipzig. Sie studierte Malerei / Grafik bei Neo Rauch und Heribert C. Ottersbach an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig sowie an der Universitat de Barcelona. 2017 schloss sie ihr Meisterschüler*innenstudium Plastik / Bildhauerei bei Bruno Raetsch an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ab. Seit 2018 lehrt sie regelmäßig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, wo sie von 2023 bis 2025 künstlerische Mitarbeiterin in der Klasse für bildhauerische und performative Praxis war. Seit 2024 ist sie Mitglied im Sachverständigenforum Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Leipzig. Als Gründungsmitglied der Bildhauerinnengruppe [ materialistin ] – Skulptur – Handlung - Raum entwickelt sie seit 2019 kollektive, solidarische Formen künstlerischer Zusammenarbeit.

AUSSTELLUNGEN
2026
"[ materialistin ]: Matter of Care, Care of Matter", Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin
2025
„Field Studies“, Trans-Art- Val, Göhrenz
„Resonanzen", Skulpturensommer Pirna
2024
"Membran", Bautzener Kunstverein, Bautzen (solo)
„Visionen“, Galerie Parterre, Berlin
„Haltungen«, Skulpturensommer Pirna
2023
"Distant Belongings", mit Sebastian Maas, 68projects, Berlin (duo)
„Untitled Art Fair Miami Beach“, mit Galerie Kornfeld, Miami (USA)
„meet me at“, KV — Verein für zeitgenössische Kunst Leipzig
„Ortsgespräche - mutig wandeln. Eine Initiative der Stiftung Schenkung Hoffmann“, Kunsthalle Görlitz
„Superstrings“, Kunstverein Wagenhalle, Stuttgart
„Female Perspectives“, Galerie Lachenmann Art, Frankfurt
„Ankerplätze“, Stipendiatinnen Künstlergut Prösitz, Grimma
2022
„Materialistin“, Forum Kunst Rottweil
„Relikte“, Galerie Lachenmann Art, Konstanz
„Kunstgartenschau“, Budde-Haus, Leipzig
„Printemps“, Lachenmann Art, Frankfurt
„Bildhauerzeichnungen der Gegenwart“ Sammlung der Stadt Rottweil, Rottweil
2021
„Hohlkehle“, Frommannscher Skulpturengarten, Kunstverein Jena (solo)
„Cattleya“, mit Antonio Mesones, The Grass is Greener, Leipzig (duo)
„Nachwelt“, Lachenmann Art, Frankfurt a.M.
„Building Bodies“, a&o Kunsthalle, Leipzig
„Best of“, Lachenmann Art, Konstanz
„What will be will be“, The Grass is Greener, Leipzig
2020
„Botschafter“, Galerie der Moderne, Kaisertrutz Görlitz (solo)
„EU“, The Grass is Greener, Leipzig
2019
„Behind the Folds“, mit Aika Furukawa, HIGURE 17—15 cas, Tokio (duo)
„Six weeks“, mit Sophia Loth, Leipzig (duo)
„WIN/WIN — Die Ankaufe der Kulturstiftung“, HALLE 14, Leipzig
„Abklatsch“, Galerie Marcus Ritter, Leipzig
2018
„Winterlage“, Neue Sortierung Schacht Dölitz, Leipzig (solo)
„Demolition“, Pomo Galerie / Westflügel, Leipzig (solo)
„suspension“, Studio Schön, Leipzig (solo)
„25. Leipziger Jahresausstellung“, Werkschau, Leipzig
2017
„No 07“, mit Sebastian Hosu, ff15, Leipzig (duo)
Meisterschülerausstellung, Weißes Haus, Burg Giebichenstein Halle (solo)
Kunstpreis „junger westen“, Kunsthalle Recklinghausen
2016
„Dokodemodoor“, Werkschauhalle Spinnerei Leipzig
„Initiative für Arbeitskunst. Schön, gut und edel“, Westpol Airspace Leipzig
„Jahresausstellung der Burg Giebichenstein“, Burg Giebichenstein Halle
2015
„Jahresausstellung der Burg Giebichenstein“, Burg Giebichenstein Halle
„Werkschau 2015“, Werkschauhalle Spinnerei Leipzig
2014
„Zement und Seide“, Tapetenwerk Leipzig (solo)
„Die Pferde sind tot!“, Kunstforum Rottweil
„habitant“, Volkspark Halle
2013
„Agnes Lammert Diplomausstellung“, Galerie KUB, Leipzig (solo)
„Diplomausstellung zum Rundgang“, HGB, Leipzig
AUSZEICHNUNGEN
2026
Artist-in-Residence, Kebbel Villa, Oberpfälzer Künstlerhaus, Schwandorf
Katalogförderung / Catalogue grant, Kulturamt Leipzig, Leipzig
2024
„Membran“, Projektstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
2022
"Stipendium Neustart Kultur", Stiftung Kunstfonds
"Stipendium Künstlergut Prösitz"
2020
„Denkzeit“-Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
2019
Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Werkankäufe durch die Staatliche Kunstsammlung Dresden und das Museum der Bildenden Künste Leipzig
Ausstellungsförderung durch Arts Council Tokyo
2017
Ausstellung Kunstpreis „junger westen“
PUBLIKATIONEN
2025
„Membran – Agnes Lammert“, Hg. Open Gender Journal, Text: Katrin Köppert
2024
„Haltungen – Pirnaer Skulpturensommer 2024“, Hg. Christiane Stoebe
2023
„Künstlerinnengruppe Materialistin“, Interview, Sarah Alberti, Monopol Magazin für Kunst und Leben
„Beunruhigend lebendig. Agnes Lammert“, Christiane Meixner, Tagesspiegel
2022
„Atelier Leipzig“, MMKoehn Verlag, Hg. Frank Zöllner
„Der Schatz von Kriebstein“, Graphic Novel für das Museum Kriebstein
2021
„landshut77“, zeichnerische Reportage für das Haus der Geschichte, Bonn
2020
„Figur“ Katalog der Klasse Bildhauerei/Figur, Burg Giebichenstein Halle
„Polle 3“, Comicmagazin, Hg. Lutz, Müller und Hoffmann, Frankfurt
2018 Katalog Agnes Lammert, Leipzig
„Polle 1“, Comicmagazin, Hg. Lutz, Müller und Hoffmann, Frankfurt
„Silber“. Hg. Leipziger Jahresausstellung e.V., Leipzig
2017
„Kunstpreis junger Westen 2017. Plastik, Skulptur, Installation“, Hg. Hans-
Jürgen Schwalm und Kerstin Weber, Kunsthalle Recklinghausen
2014
„Die Pferde sind tot!“, Ausstellungskatalog, Hg. Jürgen Knubben und Heribert C. Ottersbach, Forum Kunst Rottweil
2013
„flaneur magazine“, Georg-Schwarz-Straße, Hg. Ricarda Messner, Berlin
„auf weiß“ — dreimal Zeichnung, Ausstellungskatalog, Hg. Jenaer Kunstverein
2010
„Lubok 9“, Lubok Verlag, Hg. Christoph Ruckhäberle, Leipzig
LEHRE
2023–25
Künstlerische Mitarbeiterin, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
2022–23
Lehrauftrag, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
2018–22
Lehrauftrag, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
2018–19
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Kulturwissenschaften, Universität Leipzig
Agnes Lammerts Werk verhandelt Erfahrungen von „Innen“ und „Außen“. Ihr Interesse gilt einer verletzbaren Körperlichkeit, die durch Verbergen an Intensität und Intimität gewinnt. Ihre modellierten Faltenwürfe feiern die Formverfremdung als eigentlichen Inhalt. Der gemeinsame Erfahrungsraum von Betrachter*in und Kunstwerk macht das Objekt zum Gegenbild des physischen Körpers. Im Fließen, Falten und Aufreißen der stoffartigen Oberfläche thematisieren die Arbeiten die materielle Schwerkraft, der sie ausgesetzt sind, sowie ihre potenzielle physikalische Kraft. Lammerts Prozess inspiriert sich aus der Auseinandersetzung mit den ästhetischen und inhaltlichen Konsequenzen des Materials, im Modellieren in Ton und Abgießen von Beton, Wachs und Bronze.